playing:Karlstadt

Am 6. April 1935 wird gegen 9 Uhr eine Frau aus der Isar gerettet. Ein Selbstmordversuch. Die Frau ist keine Unbekannte. Schon aus Berufsgründen muss ihre schwere Depression geheim gehalten werden. Die Komikerin Liesl Karlstadt leidet seit Jahren unter Schmerzen und unerträglichen Angstzuständen. Auf der Bühne wie im Leben spielt sie die Rolle der belastbaren, ausgleichenden Partnerin an der Seite von Karl Valentin. Das Publikum ist fixiert auf seine geniale Hypochondrie. Während Valentin in seinen Masken als Selbstdarsteller der eigenen Vertracktheit hervortritt, verschwindet Karlstadt virtuos in einer Vielzahl von Rollen.

szenische installation, 2018

 

Regie: Bernhard Mikeska
Text: Lothar Kittstein
Dramaturgie: Alexandra Althoff, Götz Leineweber
Raum: Bernhard Mikeska, Alexandra Althoff, Bärbel Kober
Kostüme: Birgitt Kilian
Sounddesign: Knut Jensen
360° Video: Winnie Christiansen, Felix Patzke, Fabian Fischer